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Housing First: Neue Perspektiven in der Wiener Wohnungslosenhilfe
Die Wiener Wohnungslosenhilfe umfasst ein mehrstufiges Angebot, um wohnungslosen Menschen rasch wieder ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Über 43 Millionen Euro investiert die Stadt Wien jährlich in die Wiener Wohnungslosenhilfe. Nachdem im Wiener Regierungsübereinkommen festgelegt wurde, den Housing First-Ansatz stärker zu verfolgen, werden derzeit neue Perspektiven und ein "Wiener Modell" zu diesem Ansatz entwickelt.
Housing First ist ein neues Modell der US-amerikanischen Sozialpolitik, bei dem wohnungslose Menschen in eigenen Wohnungen untergebracht und in diesen Wohnungen je nach Bedarf betreut werden. "Ziel der Wiener Wohnungslosenhilfe ist es, wohnungslose Menschen wieder zum eigenständigen Wohnen zu befähigen. Manchmal ist eine leistbare Wohnung mit bedarfsgerechter mobiler Betreuung der beste Weg, dieses Ziel rasch und nachhaltig zu erreichen", sagt Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely. Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, führt aus: "Wir übernehmen den neuen Ansatz als Grundgedanken und entwickeln ein eigenes Wiener Modell des Housing First, das auf die Gegebenheiten in unserer Stadt zugeschnitten ist. Zu diesem Zweck wurde eine Perspektivengruppe gegründet, in der Expertinnen und Experten Pilotprojekte entwickeln und sich über Chancen und Grenzen des Modells austauschen."
Seit mehr als 20 Jahren setzt die Wiener Wohnungslosenhilfe äußerst erfolgreich auf ein integratives Konzept. So vielfältig die Gründe für Wohnungslosigkeit sind, so vielfältig sind auch die Unterstützungsmöglichkeiten: von Tageszentren und medizinischer Versorgung über Nachtquartiere bis hin zum Wohnen mit zielgruppenspezifischer Betreuung. Obwohl die Vielfalt des Angebots neben den neuen Angeboten nach dem Housing First-Ansatz bestehen bleibt, erwarten die Verantwortlichen deutliche Auswirkungen: "Durch Housing First werden wir einerseits die Nachtquartiers- und Übergangswohnplätze verringern und andererseits die Aufenthaltsdauer in diesen Einrichtungen reduzieren können", sagt Doris Graber, Leiterin des Fachbereichs Betreutes Wohnen im Fonds Soziales Wien.
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