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16. September 2011: Forschungskonferenz in Pisa
„Wohnungslosigkeit, Migration und demographischer Wandel“ lautete das Motto der diesjährigen Forschungskonferenz der FEANTSA (europäischer Dachverband nationaler Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe) in Pisa. TeilnehmerInnen aus zehn verschiedenen Ländern gaben mit ihren Vorträgen einen Einblick in die aktuelle Situation der Wohnungslosenhilfe in Europa.
In ihrem Referat „Migration, Homelessness and Destitution“ berichtete Jenny Edwards, Geschäftsführerin der britischen NGO "Homeless Link", über Projekte zur Unterstützung obdachloser MigrantInnen aus Zentral- und Osteuropa. Ihre Zahl ist in London in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die betroffenen Personen erhalten nun Unterstützung bei der Rückkehr in ihr Herkunftsland durch Projekte wie „Routes Home“ oder „No second night out“. Die Angebote ähneln jenen der „Sozial- und Rückkehrberatung“, die in Wien obdachlose EU-BürgerInnen berät und bei der Rückkehr in ihr Heimatland unterstützt. Weiters wird eine stärkere Kooperation mit den Regierungen der Herkunftsländer in Zentral- und Osteuropa angestrebt. Ziel ist ein gemeinsames Vorgehen gegen Menschenhandel und Ausbeutung von Menschen durch Schwarzarbeit.
Susanne Fitzpatrick, Forscherin an der schottischen Heriott Watt University, stellte ebenfalls die Ergebnisse einer Studie über wohnungslose MigrantInnen in Großbritannien vor. Das Ergebnis: „zugewanderte“ Wohnungslose sind im Vergleich zu „einheimischen“ Wohnungslosen jünger, haben eine bessere Ausbildung und weniger Erfahrung mit Schulabbrüchen, Drogenmissbrauch und Gefängnisaufenthalten.
Obdachlosigkeit und Mittellosigkeit unter MigrantInnen stellen auch für die anderen EU-Staaten eine wachsende Herausforderung dar. Um umfassendere Informationen dazu zu erhalten, plant die Europäische Kommission, eine Studie zum Thema „Mobilität, Migration und Mittellosigkeit“ in Auftrag zu geben.
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