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31. März bis 1. April 2011: HABITACT Peer Review in Göteborg

VertreterInnen aus 14 europäischen Städten trafen sich von 31. März bis 1. April zu einer Peer Review1 des Städtenetzwerkes Habitact in Göteborg.

Teil nahmen VertreterInnen der städtischen Verwaltung, einer NGO aus dem Bereich der Wohnungslosenhilfe sowie auch Forscher von Instituten und Universtitäten. Eine Vertreterin der Wiener Wohnungslosenhilfe im FSW war als Gast eingeladen. Zwei Tage lang gab es einen regen Austausch zum „Göteborger Modell“ der Wohnungslosenhilfe samt zahlreicher Besichtigungen von Einrichtungen und Projekten zur Integration von wohnungslosen Menschen in Wohnen und Arbeit.

Besonders intensiv wurde der Housing-First-Ansatz diskutiert, der auch ins rot-grüne Wiener Stadtregierungsprogramm bereits Eingang fand. Der Grundgedanke des Housing-First-Ansatz ist, dass wohnungslose Menschen zu allererst mit eigenem Wohnraum versorgt werden, und je nach Bedarf ambulante Unterstützung erhalten.

Ein Beispiel für ein Housing-First-Projekt wurde auch bei der Peer Review in Göteborg vorgestellt: Seit 2003 betreibt die schwedische NGO „Stadsmissionen“ (Citymission) in einem Göteborger Stadtteil ein Housing-First-Projekt. Die Verwaltung des Stadtteiles befand die Unterbringung von wohnungslosen Personen im herkömmlichen System der städtischen Wohnungslosenhilfe für zu teuer. „Stadsmissionen“, mietete von einem privaten Vermieter Wohnungen an, die an wohnungslose Personen weitergegeben  und ambulant betreut wurden. Nach einiger Zeit konnten die Mietverträge von den Personen in den Wohnungen übernommen werden. Seit 2003 sind auf diesem Weg bereits etwa hundert Personen zu eigenständigem Wohnen befähigt worden.

 

1 Peer Review bedeutet wörtlich übersetzt „Begutachtung durch Ebenbürtige“ und ist im europäischen Kontext als Fachaustausch zu einem Modell oder Verfahren zu verstehen, das von den GastgeberInnen präsentiert wird.

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