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28. Juni 2011: Seminar “Social Innovation to Tackle Homelessness” in Brüssel

Ziel des von der Europäischen Kommission, dem Ausschuss der Regionen, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und der FEANTSA (European Federation of National Organisations working with the Homeless) veranstalteten Seminars war es, Stakeholder aus dem Bereich der Wohnungslosenhilfe und Verantwortliche des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen  Sozialfonds (ESF) zusammenzubringen, um über die Finanzierungsmöglichkeit von innovativen Projekten im Bereich Wohnungslosigkeit mit Hilfe ebendieser Strukturfonds zu informieren und zu beraten.

Neue Finanzierungsmöglichkeit

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung kann seit Mai 2010 im Ausmaß von max. 3% der Gesamtmittel pro Mitgliedsstaat für Projekte im Bereich Wohnen für sozial marginalisierte Gruppen in Verbindung mit Sozialprojekten, beispielsweise im Bereich Bildung und Arbeitsmarktorientierung, verwendet werden. Diese neue Bestimmung öffnet den budgetären Rahmen für Projekte in der Wohnungslosenhilfe.

Innovative Ansätze in der Wohnungslosenhilfe

Dennis Culhane und Volker Busch-Geertsema, zwei Experten auf dem Gebiet des „Housing First-Ansatzes“, präsentierten die Vorteile von "Housing First" im Vergleich zu herkömmlichen Strategien zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit. "Housing First" ist ein Anfang der 1990er Jahre in den USA entwickelter Ansatz im Umgang mit Obdachlosigkeit. Er stellt eine Alternative zum verbreiteten Stufensystem von Notunterkünften und vorübergehender Unterbringung dar. Dabei können obdachlose Personen direkt in eine eigene Wohnung ziehen, anstatt sich erst dafür "qualifizieren" zu müssen. Zahlreiche Evaluierungen in den USA belegen die Wirksamkeit und Effizienz von Housing First. Ziel ist es, ähnliche Projekte in der EU umzusetzen.

Jon Bright vom Department Communities and Local Government, Großbritannien, berichtete über die Bemühungen der englischen Regierung, personell und infrastrukturell schlecht ausgestattete Notunterkünfte durch „Places of Change“ zu ersetzen. In diesen neuen Einrichtungen werden von Beginn an Ausbildungsprogramme und Unterstützung bei der Arbeitssuche angeboten. „Places of Change“ wirken dahingehend, dass die BewohnerInnen relativ schnell nicht mehr auf Betreuung angewiesen sind und am Arbeits- und Wohnungsmarkt Fuß fassen können.

Die Europäische Kommission appellierte an die Stakeholder der Wohnungslosenhilfe, bestehende Strukturfonds für die Umsetzung innovativer Sozialprojekte, wie „Housing First“ und „Places of Change“, zu nützen.

Details zu Seminar und Vorträgen:

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